Eine Katze kann drei Sekunden im Film auftauchen und einen ganzen Lexikoneintrag bekommen. Colossal stellte am 29. Oktober A24s Oktober-Veröffentlichung The Encyclopedia of Movie Cats vor. Der Verlag nennt alphabetische Einträge und mehr als 1900 Filmstills.
Für Gestalter ist der Schritt von der Sammlung zur Navigation spannend. Ein Ordner voller niedlicher Bilder verspricht endloses Scrollen; eine Enzyklopädie sollte helfen, einen bestimmten Darsteller wiederzufinden. Wir würden uns gern die Einstiege, das Verhältnis von Bild und Bildunterschrift und den Rhythmus dichter Doppelseiten ansehen. Das sind Fragen an das Buch, keine aus dem Werbetext abgeleiteten Qualitätsurteile.
Beim nächsten Katalogbriefing lässt sich daran denken: Erst ein Prinzip finden, mit dem Leser etwas aufspüren können. Danach eine Schrift wählen, die der Schnurrhaare würdig ist. Die Katze selbst hätte natürlich lieber den Versandkarton.