Wir kommen auf Colossals Beitrag vom 4. November über Stelios Pupet zurück. Der Künstler beginnt mit einem strukturellen Raster und entwickelt darauf seine Bilder. Uns interessiert nicht allein das Vorhandensein von Hilfslinien, sondern ihr Verhältnis zur Form.
Für visuelle Systeme ist das entscheidend. Ein Raster kann Spannung verteilen, ohne alles zum gleichen Rechteck zu machen. Abweichungen werden vor der Ordnung erkennbar, statt unter weiteren Abweichungen zu verschwinden. Was soll auffallen?
Die eigene Komposition ohne Konstruktionslinien betrachten: Bleibt ihr Aufbau spürbar? Danach die Linien zurückholen und prüfen, wo eine Regel hilft statt nur eingehalten zu werden. Manchmal zeigt sich ein gutes System darin, wie souverän es Ausnahmen zulässt.